TWITTER LISTS – Sinnvolle Menschen Finden, in der Hälfte der Zeit
By Mirko GoschTwitter Lists – Wir sind das Volk…
des Katalogisierens, Ablegens und Organisierens und da hat Twitter uns nun mit den „Lists“ ein schönes Werkzeug in seinen Laden eingebaut, mit dem wir uns nach Herzenslust austoben können.
I. Worum geht es bei der Bildung eigener „Lists“ und dem Folgen von „Lists“ genau?
Mit dieser neuen Funktion, die die fortgeschrittenen Twitter Benutzer schon von den Anwendung wie „TweetDeck“, „Seesmic“ oder „Hootsuite“ und deren Gruppenfunktionen kennen, erleichtert Twitter uns das Auffinden und das “Verfolgen” von miteinander inhaltlich für uns in Verbindung stehender Twitter Nutzer direkt auf Twitter.
Die Bildung eigener „Lists“ direkt auf Twitter ist eine neue Möglichkeit, Menschen, denen du auf Twitter folgst, in Gruppen einzuordnen- quasi in Schubladen zu stecken, was natürlich den Skeptikern neues Futter geben wird.
Hier folgt jetzt eine sehr viel positiver gestimmte Analyse.
Ich selbst habe auch gerade erst angefangen, Listen zu erstellen. Ich tue das mit dem Vorsatz, in meinen Listen diejenigen Kategorien aufzubauen, die es meinen Followern auf Twitter ermöglicht, gute Erfahrungen auf Twitter zu machen. Klar gibt es auf Twitter auch jede Menge Unsinn und Vollpfosten.
Es ist auf Twitter aber mit der nötige Medienkompetenz gerade zu absurd einfach, fantastische, engagierte Menschen aus aller Welt zu treffen und sie sogar zu Freunden werden zu lassen. Ob du mehr an das eine oder mehr an das andere glaubst, du kannst immer deine Bestätigung erhalten auf Twitter. Kommt halt ganz darauf an, auf welche Sicht du dich fokussierst.
In meinen Listen auf Twitter sammel ich interessante, authentische und kompetente Menschen aus meinen Interessensgebieten. Damit erleichtere ich jedem, der sich auf Twitter meine Listen anguckt und Interesse an meinen Kategorien hat, den Zugang zu diesen Menschen.
Für mich ist es jedenfalls sehr viel leichter geworden, meine Suche nach den Persönlichkeiten aus den Bereichen Social Media Marketing, Video Marketing und Internetmarketing, nach Feingeist, Familie, Sport, Natur und nach authentischen Menschen im Allgemeinen durch die Lists-Funktion zu verfeinern.
Interessensgruppen bilden
Die Wahl der Gruppennamen steht dir dabei frei.
Ich habe meinen Interessensgebieten aus meiner Kurz-„bio“-Graphie folgend u.a. z.B. die Gruppen „Internetmarketing“ und „Videomarketing“ gebildet – wie das Bilden von Gruppen genau funktioniert kläre ich gleich.
In diese Gruppen ordne ich diejenigen Menschen, denen ich auf Twitter folge, ein, die aus meiner Sicht etwas mit dem jeweiligen Namensthema der Gruppe zu tun haben –logisch, oder?
„Lists“ zur kategorisierten Nachrichtenübersicht
Wenn ich nun einen Überblick über die Nachrichten (tweets) dieser von mir gebildeten Gruppenmitglieder bzw. die aktuellsten Nachrichten aus einer von mir gebildeten Kategorie (z.B. „Internetmarketing“) erhalten möchte, brauche ich nicht mehr die Twitterseite jedes einzelnen Mitglieds aufrufen, welches ich dieser Gruppe zuordne. Das ist eine riesige Erleicherung.
Stattdessen kann ich mir von meiner Twitterseite aus ganz komfortabel die jeweiligen gesamten „Lists“ aufrufen und sehe dann, was die „Lists“-Mitglieder „getweetet“ haben.
Die „Lists“ sind nicht bloß eine Ansammlung von Menschen, die ich zu einer Gruppe zähle und zusammengefügt habe. Die von mir gebildeten Gruppen werden von Twitter mit den zeitlich aktuellsten Tweets aller jeweiligen Gruppenmitglieder gefüllt.
Jedes Mal, wenn du die Gruppe aufrufst, siehst du die aktuellsten Tweets aller Mitglieder. Wie weit diese Darstellung zeitlich in die Tiefe geht, konnte ich bisher noch nicht genau feststellen, aber es werden eben nicht bloß der aktuellste, sondern die aktuellsten Tweets angezeigt!
„Lists“ geben dir aber nicht nur einen schnellen Überblick darüber, über was die „Lists“-Mitglieder derzeit schreiben. Dadurch, dass du auch auf die (öffentlichen)“Lists“ anderer Twitter Nutzer zugreifen kannst, wird es dir jetzt viel einfacher fallen, neue interessante Twitter Nutzer ausfindig zu machen.
Twitter Nutzern folgen, ohne ihnen zu folgen. Hä?
Durch die „Lists“-Benutzung hat man auch die Möglichkeit, Twitter Nutzer in „Lists“ aufzunehmen, denen man vorher gar nicht gefolgt ist oder denen man nicht auf dem normalen Wege folgen will.
Man kann sie nunmehr über die Aufnahme in die „Lists“ katalogisieren und Ihren Nachrichten folgen ohne, dass sie in der eigenen „Following“ –Statistik auftauchen und ohne, dass sie auf unserer eigenen Twitterseite im Nachrichtenstrom erscheinen. Wie das geht, erkläre ich im Punkt „Eine Liste bilden“.
Das kann z.B. sinnvoll sein, wenn jemand sehr viele Tweets sendet und man seinen eigenen Nachrichtenstrom nicht ständig von diesem User „besetzt“ sehen will. Indem man jetzt einfach die „List“ aufruft, in welche der User enthalten ist, bleibt der eigene Nachrichtenstrom sauber und man ist dennoch informiert.
Twitter Nutzer empfehlen
Durch das Anlegen von Twitter-„Lists“ kann ich anderen Twitter Nutzern nunmehr noch leichter interessante Twitter Nutzer empfehlen, indem ich sie auf meine öffentlichen „Lists“ verweise, die für sie von Interesse sein könnten. Sie können dabei sowohl der ganzen „List“ folgen, als auch sich aus der „List“ Twitter Nutzer aussuchen und diesen direkt folgen.
Selbst „Lists“ folgen
Wenn man selbst einer „List“ eines anderen Twitter Nutzers folgt, folgt man der ganzen Gruppe, ohne, dass die Gruppenmitglieder automatisch in die eigene „Following“ Kategorie eingepflegt werden und ohne, dass die Nachrichten der Gruppenmitglieder auf unserer jeweiligen Twitter-Hauptseite im Nachrichtenstrom erscheinen.
Erst durch Aufrufen der „Lists“ gelangt man zu den Nachrichten der Mitglieder dieser Gruppe. So kann man also Leuten folgen, ohne ihnen direkt zu folgen, dass heißt ohne sie zu den „Following“ hinzuzufügen.
II. „Lists“ anlegen, nichts einfacher als das
Twitter „Lists“ anzulegen ist denkbar einfach und kann auf verschiedene Arten erfolgen.
Von deiner Twitter-Hauptseite aus
Wenn du dich in deinen Twitter-Account einloggst, siehst du unterhalb der „search-box“ auf der rechten Navigationsleiste die neue „Lists“-Funktion.

Um eine neue Liste zu erstellen, braucht man nur auf „New list“ zu clicken- das ist bei mir schon weiter unten und auf dem Bildschirm-Foto nicht zusehen, weil ich schon einige „Lists“ angelegt habe.
Danach öffnet sich ein Pop-Up-Fenster, bei dem genau 2 Fragen zu beantworten sind:

Bei der ersten Frage geht es um den von uns zu vergebenden Namen für die Liste. Beispiele siehe erste, kleine Grafik oben. Der Name der Liste darf dabei maximal 25 Zeichen enthalten. Der gewählte Name bildet dann automatisch zusammen mit dem Account-Namen auch die URL der neuen Liste. Also z.B.: http://twitter.com/#/list/MirkoGosch/awesomepeople.
Bei der zweiten Frage geht es darum, ob man die Liste öffentlich für jeden anderen Twitter-Nutzer zugänglich machen möchte („public“), d.h. nicht nur für jeden einsehbar, sondern eben auch „verfolgbar“ oder ob die Liste nur für einen selbst bestimmt und somit privat ist („private“).
Private „Lists“ sind ausschließlich von demjenigen einsehbar, der sie gebildet hat. Nicht einmal die Leute, die in dieser Liste eingepflegt werden, können die Liste oder auch nur ihre Eingruppierung in diese Liste sehen – privat, privat, eben.
Sind diese beiden Fragen beantwortet, braucht man nur noch auf „create list“ klicken und die neue Liste ist bereit zur Aufnahme von Twitter-Nutzern unserer Wahl. Dazu werden wir dann auch gleich aufgefordert und es erscheint beispielhaft Folgendes:
Man kann nun also die oben abgebildete Suchfunktion nutzen, um nach bekannten oder unbekannten Twitter-Nutzern zu suchen und diese in die neue Liste einzupflegen. Ich habe in meine Beispielsliste „yapadapadoo“ mal den Namen Krisztina eingegeben und erhalte nach dem Drücken des „search“- Links Folgendes:

Da ich die gesuchte Person, der ich schon folge, gefunden habe, öffne ich mit einem weiteren Klick auf den „Lists“-Knopf eine Unterliste mit den von mir gebildeten „Lists“. Ich kann in diesem Falle Krisztina in die für mich passenden Listen ein pflegen, indem ich einfach in das freie Kästchen einer Liste durch Klicken einen Haken setze.

Von der „Following“ oder „Followers“ Seite aus
Um weitere Personen in meine „Lists“ einzupflegen, kann ich auch einfach in der Navigationsleiste meines Twitter-Accounts auf „Following“ oder „Followers“ klicken. Hinter jedem Twitter-Nutzer erscheint jetzt wie auf dem Bildschirmfoto oben der „Lists“-Knopf, durch dessen Anklicken man ganz einfach Twitter-Nutzer zu den „Lists“ hinzufügen kann.
Von der Twitter-Account Seite eines beliebigen Nutzers, den wir aufrufen, geht das natürlich ebenfalls.
Man kann sich auch selbst zu einer Gruppe hinzufügen. Das macht durchaus Sinn, wenn andere Twitternutzer unserer Liste folgen und wir mit unseren Nachrichten in dieser, von uns selbst angelegten Gruppe gesehen werden wollen. Um sich selbst zu einer Liste hinzuzufügen, geht man einfach auf die eigene Twitter-Seite, auf unseren eigenen Avatar und schließlich auf den „Lists“-Knopf klicken- schon kann man sich zu seinen eigenen Listen hinzufügen.
Derzeitige Limitierungen
Bei der Erstellung von Listen sollte man bedenken, dass die Listen derzeit eine Kapazität von jeweils 500 Listenmitgliedern hat. Zudem kann man selbst maximal 20 Listen erstellen.
III. Verwalten und Benutzen der „Lists“
Sowohl die von uns selbst angelegten wie auch die „Lists“ (anderer Twitter Nutzer), denen wir folgen, gruppieren sich auf der rechten Navigationsleiste unterhalb des „search“-Feldes. Wenn man nun auf eine der „Lists“ klickt, öffnet Twitter diese Liste in der Mitte unseres Twitter-Hauptfensters. Das sieht dann z.B. so aus:

Im rechten oberen Bereich innerhalb des Nachrichtenfensters befindet sich eine Verlinkung zu „view list page“. Klickt man hierauf, so gelangt man zu der Seite der Liste, die ein Dritter sieht, wenn er unsere Liste aufruft.
Das sieht dann so aus:

Im Unterschied zu einem Dritten, kann man als derjenige, der die Liste angelegt hat, die Liste von hier aus editieren – oder ganz löschen. Oben rechts neben dem Avatar befinden sich die beiden Links, mit denen das geht. Mit dem Link „edit“ kann man die Liste von öffentlich auf privat und umgekehrt einstellen oder auch den Namen der Liste verändern. Mit „delete“ löscht man die Liste –wer hätte das gedacht.
Unliebsame „Mitgliedschaft“ in fremden Listen
Es mag vorkommen, dass uns andere Leute in (ihre) Listen einsortieren und wir dort nicht aufgeführt werden wollen. Das könnte z.B. der Fall sein, wenn jemand dich in seine Liste „Volldeppen“ o.ä. einsortiert.
Muss man das hinnehmen?
Nein, das muss man nicht.
Um sich selbst endgültig von der ungewollten Aufführung in der Liste zu entfernen, kann man denjenigen Twitter-User, der einen dort einsortiert hat, „blocken“. Dazu geht man einfach auf der Lists-Seite einfach auf die rechte Navigationsleiste und klickt auf „block [username]. Fertig.
So, das soll es erst Einmal gewesen sein; das Thema Twitter-Lists werde ich sicher nochmal ergänzen, da es ja ein sehr neues Werkzeug aus der Twitter Werkzeugkiste ist und in der Anwendung auch noch viele Fragezeichen bleiben.
Was meint ihr zu diesem neuen Werkzeug?
Benutzt ihr es schon oder werdet es nutzen?
Auf bald, Mirko

